Lara Kareen (Foto: Katharina Karsunke)
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Interview mit Lara Kareen: „Sie sind definitiv mehr als nur Kommilitonen – wir sind wie eine kleine Familie“


Zwischen Probenraum, Tanzsaal und großer Bühne lebt Lara Kareen ihren Traum. Gebürtig aus Jena stammend, studiert sie mittlerweile im dritten Jahr Musical/Show an der Universität der Künste (UdK) in Berlin und stand in „Scholl – Die Knospe der Weißen Rose“ kürzlich erstmals professionell auf der Bühne. Im Interview spricht sie über ihren Weg vom Lehramtsstudium zur Musicalausbildung, intensive Aufnahmeprüfungen, ihre erste große Produktion – und darüber, warum ihre Kommilitonen für sie längst zu einer kleinen Familie geworden sind.

Du kommst ursprünglich aus Jena und studierst jetzt im dritten Jahr Musical/Show an der UdK Berlin. Das ist aber nicht die erste Station auf deinem Berufsweg, richtig?
Genau. Die Zeit nach meinem Abi fiel mitten in die Corona-Pandemie. Damals verfolgte ich bereits einige Musicaldarstellerinnen und -darsteller auf Instagram und bemerkte, wie schwierig die Situation für sie war. Viele hingen in der Luft und standen vor wirklichen Problemen– davor hatte ich sehr, sehr viel Respekt. Deshalb überlegte ich, wie ich meine Leidenschaft mit etwas Krisensicherem verbinden kann, und entschied mich, an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Latein und Musik auf Gymnasiallehramt zu studieren. Es war ein tolles Studium, weil wir in relativ kleinen Gruppen gearbeitet haben und ich viel Einzelunterricht erhielt – auch während des Lockdowns. So saßen wir glücklicherweise nicht nur mit Online-Learning allein zu Hause. Aber Musical war tatsächlich die ganze Zeit über in meinem Hinterkopf. Auch führten wir während des Studiums ein Opernprojekt auf und da habe ich richtig gemerkt, wie sehr ich für die Bühne brenne. 

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Hattest du schon in deiner Kindheit und Jugend den Traum, auf der Bühne zu stehen?
Ja, ich glaube, dass ich schon immer diesen Traum hatte und mich Theater früh faszinierte. Meine Mama arbeitete als Erzieherin und Tanzlehrerin für Kindergartenkinder und besaß deshalb einen coolen Fundus, wodurch wir auch zu Hause mit ausreichend Kostümen ausgestattet waren. So kam es, dass ich mir zu allen möglichen Familienfeiern Sketche und Geschichten ausdachte, die wir gemeinsam aufführten. Ich habe drei kleine Brüder, die immer Teil meiner Mini-Musicals sein mussten – ob sie wollten oder nicht. (lacht) Oder es wurde einfach gemeinsam gesungen. Parallel dazu habe ich Klarinette, Klavier und Gitarre gespielt – Musik und Gesang spielten in meinem Leben stets eine ganz große Rolle. Zunächst im Chor, später auch zunehmend solo, und mit vierzehn begann ich außerdem, das Singer-Songwriting für mich zu entdecken. Tanzen und Schauspiel kamen tatsächlich erst im Nachhinein hinzu. Genauso habe ich erst hinterher erfahren, dass viele in ihrer Jugend bereits in Musicalvereinen waren – so etwas gab es bei uns nicht. Ich hatte meinen eigenen kleinen Musicalverein bei mir zu Hause (lacht). Ich habe es für mich gemacht – und ein bisschen geträumt.

Die UdK Berlin zählt zu den renommiertesten staatlichen Hochschulen für Musical in Deutschland. Wie bist du hier gelandet?
Ich habe drei Jahre in Dresden studiert – und mir wurde klar, dass ich, wenn ich den Weg Richtung Musical einschlagen möchte, nicht ewig darauf warten kann, Aufnahmeprüfungen zu machen. Man wird ja auch älter und irgendwann ist der Zug einfach abgefahren. Das Gute ist, dass mich mein Lehramtsstudium vor allem mit Klavier und Gesang super darauf vorbereitet hat. Ich entschied mich, es zu versuchen. So habe ich 2023 die Aufnahmeprüfung an der UdK Berlin für Musical gemacht – und wurde angenommen.

Lara Kareen (Foto: Katharina Karsunke)

Der Zeitraum von der Bewerbung bis zur Aufnahmeprüfung beläuft sich auf circa zwei Monate. Lustigerweise habe ich mich erst wenige Tage vor Anmeldeschluss aufgrund des Instagram-Posts der UdK beworben, weil ich dachte, ausgerechnet in diesem Jahr wird mit der Aufnahmeprüfung pausiert – das passiert alle vier Jahre. Fast hätte ich es verpasst! (lacht) Zum Verfahren selbst: Sie lassen erst einmal alle Bewerbenden zu – vorausgesetzt, die eingereichten Unterlagen sind vollständig. Das ist richtig klasse in Berlin, denn man spricht hier wirklich von einer Menge – dieses Jahr waren es 188 Leute! Alle Teilnehmenden werden auf einzelne Tage aufgeteilt. Mit mir waren es damals 20 weitere und davon kamen wir zu dritt in die nächste Runde. Hierbei handelt es sich dann tatsächlich schon um das Finale – das heißt, ab diesem Moment wird krass aussortiert. Das Finale selber erstreckt sich über zwei Tage, in denen dann rund 35 Leute die Möglichkeit haben, sich zu beweisen. Genommen werden dann circa acht bis zehn Personen.

Der Prozess an sich war superspannend. Ich fühlte mich direkt wohl hier in Berlin. Es wurde sehr kreativ und integral mit einem gearbeitet und sie versuchten, alles aus mir herauszukitzeln, sodass ich direkt während der Prüfungszeit unglaublich viele neue Seiten an mir entdecken konnte.

Kannst du die Tage der Aufnahmeprüfung ein bisschen beschreiben?
Zu Beginn fand die Einzelprüfung statt, in der jeder Bewerber Teile seines Repertoires vor der Kommission präsentieren durfte. Dazu trug ich Tanzkleidung, war eingesungen und hatte Requisiten für meine Monologe dabei – viel zu viele Requisiten, das würde ich heute nicht mehr so machen. (lacht) Der Pianist bekam meine Noten und ich durfte mein Wahlstück vortragen. Danach entschied die Kommission, was sie von mir sehen wollte: eine Szene oder den Tanz, den ich vorbereitet hatte. Das heißt, alles kann drankommen. Ich finde es toll, dass hier wirklich jeder seine Chance erhält, sich zu zeigen. Am Nachmittag präsentiert man sich noch einmal der gleichen Kommission mit meistens einem Song, das fällt dann sehr viel kürzer aus. Am Abend folgt die erste Entscheidung.

Das Finale selbst erstreckt sich über zwei Tage. Hier durchliefen wir viele Gruppenprüfungen, so dass festgestelltwerden konnte: Wie verhalte ich mich in der Gruppe? Wie gehe ich mit Kritik um? Wie schnell kann ich das Gelernte umsetzen? Wie ist unsere Ausstrahlung bei alldem? Und viele weitere Dinge. Wir hatten ein Schauspiel-Impro, wurden in einer Ballettclass unterrichtet und studierten beim Jazz eine Choreo ein. Es ist echt besonders, wie hier auf das Gesamtpaket geachtet wird. In einem Interview mit der Kommission wurden Fragen zum bisherigen Werdegang gestellt. Zudem versuchten sie herauszufinden, wie stark dein Wille ist, ob du wirklich für das Genre brennst und auch bereit bist, so ein Studium anzugehen und durchzuziehen. Bereit sein heißt nämlich in diesem Fall auch, 12 Stunden am Tag in der Uni zu verbringen oder täglich 3 Stunden in den Tanzunterricht zu gehen. Ja, dieser erste Finaltag war lang und intensiv.

Am letzten Tag waren wir im UNI.T, unserem Unitheater, wo wir die Gelegenheit bekamen, noch einmal einen Song unserer Wahl zu singen. Einen Song, mit dem man sich abschließend präsentieren möchte. Wirklich – eine unglaublich spannende und schöne Erfahrung, auf dieser Bühne zu stehen. Dort konnte noch einmal besonders auf die Bühnenwirkung und Präsenz der Kandidaten geachtet werden. Die Wartezeit im Anschluss von fünf oder sechs Stunden war heftig – und als wir uns im großen Tanzsaal versammelten und nach und nach die Namen aufgerufen wurden, war das einer der schönsten und emotionalsten Momente überhaupt. (lächelt)

Lara Kareen (Foto: Katharina Karsunke)

Du bist jetzt bereits im dritten Jahr deiner Ausbildung – in welche Abschnitte gliedert sich ein Musicalstudium an der UdK und wie gestaltet sich deine Studienzeit?
Zunächst wird das Ganze grob unterteilt in Grund- und Hauptstudium – beides erstreckt sich jeweils über zwei Jahre. Im ersten Jahr haben wir unsere Erstipräsi: Hier müssen wir uns als Studis eine kleine Show überlegen, die dann intern aufgeführt wird. Im zweiten Jahr folgt unsere erste größere Produktion – das war bei uns vor genau einem Jahr „Scherbenkinder“. Eine unvergessliche Zeit! Ja, und besonders interessant finde ich, dass unser drittes Jahr gleichzeitig unser Prüfungsjahr ist. Da hatten wir die Gesangswerkstatt im Herbst als Gesangsprüfung und jetzt im Sommer steht der Rest an: Musiktheorie, Sprechen, Klavier und die Tanzprüfung.

Zum Ende des Studiums folgen unsere Abschlussproduktion und die Eigenarbeit. In den letzten beiden Jahren beginnen einige schon, sich auf Ausschreibungen zu bewerben. Denn man wird auch ein bisschen heiß darauf, weil der Job so viel Spaß macht. Wir alle wollen auch raus in die Welt – dafür machen wir es ja schließlich. Aber natürlich ist die Studienzeit super wertvoll und da muss man überlegen: Passt das auch und möchte ich von der Uni etwas versäumen? Ich freue mich nämlich richtig darauf, das letzte Studienjahr noch komplett aufzusaugen und mitzunehmen. Es ist so toller Unterricht, den wir erhalten, und das hat man danach nie wieder. Aber was ich erzählen kann: Im November und Dezember haben wir unsere Abschlussproduktion in Kooperation mit der Neuköllner Oper. Und ich darf es sogar schon exklusiv verraten: Es wird die Uraufführung des Musicals „1984“ – basierend auf dem Roman von George Orwell, unter der Regie von Mathias Noack. Dazu schreibt John von Düffel das Buch und Rui Rodrigues komponiert die Musik. Ich freue mich riesig darauf – vor allem, weil ich auch kreieren darf!

Du konntest tatsächlich vor Kurzem „Job-Luft“ schnuppern und hast mit „Scholl – Die Knospe der Weißen Rose“ vor wenigen Wochen dein professionelles Bühnendebüt gegeben. Wie hat sich dieser wichtige Tag für dich angefühlt?
Lustigerweise war ich die Tage zuvor eigentlich nicht besonders nervös. Ich habe mich darauf konzentriert, zu proben und alles mitzunehmen, was nur irgendwie geht. Aber am Abend vor der Premiere, als wir unsere letzte Notensession hatten, dachte ich plötzlich: „Oh Gott! Jetzt – morgen – ist er wirklich da, der Tag!“ (lacht) Ich war schon sehr aufgeregt und konnte in der Nacht davor kaum schlafen. Doch dann habe ich versucht, mich einfach darauf zu konzentrieren, was nacheinander kommt: Premierengeschenke vorbereiten, das Material noch einmal durchgehen, Warm-up – sowohl stimmlich als auch körperlich. Und vor Ort im Theater dann ab in die Maske, Requisiten überprüfen etc. Als es losging, wollte ich trotz großer Aufregung einfach nur Spaß an der Show haben und es möglichst gut machen. Ich habe währenddessen auch gar nicht so sehr realisiert, dass jetzt „der“ Moment des professionellen Bühnendebüts gekommen ist. Im Anschluss war ich wirklich sehr glücklich und zufrieden, sodass ich die Premierenfeier am Abend richtig genießen konnte. Meine Familie und einige Freunde waren zu Besuch und haben mich unterstützt, dazu die tollen Kolleg*innen – das war wirklich wahnsinnig schön.

Judith Caspari, Celena Pieper, Bianca Basler und Lara Kareen (Foto: Katharina Karsunke)

Die Probenzeit fiel exakt in deine Semesterferien. Wie hast du sie erlebt?
Ich hatte wunderschöne Wochen in Magdeburg und das Ganze war eine sehr wertvolle erste Erfahrung. Von der Uni wurde ich allumfassend auf so ein professionelles Engagement vorbereitet und ich versuchte mich im Voraus, bestmöglich darauf einzustimmen: Ich konnte den Text sowie alle Songs und Mehrstimmigkeiten, die ich singen musste. Und natürlich habe ich auch ein bisschen über meine Rolle Ulla – die ja wirklich lebte und eigentlich Ursula Claudius hieß – recherchiert und gelesen. Dadurch bin ich weniger aufgeregt in die Probenphase gegangen, weil ich gut vorbereitet war – für mich wirklich die absolute Basis. Vieles war neu, aber alle haben mich super herzlich aufgenommen. Ein bisschen war ich natürlich das Küken. Aber so konnte ich auch frischen Wind und Freude an den kleinen Dingen mit reinbringen, die vielleicht eines Tages im Job normal werden und in Vergessenheit geraten. Mir haben beispielsweise zwei Kolleginnen erzählt, dass sie es süß fanden, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich zum ersten Mal das Bühnenbild sah! (lacht)

Welche Herausforderungen bringt die Rolle von Ulla für dich persönlich mit sich?
Das Erlernen der Rolle an sich war für mich perfekt – perfekt herausfordernd. Genau die richtige Mischung an Challenges, die ich jetzt gut angehen konnte. Ich war nicht überfordert, sondern hatte Spaß, konnte daran knabbern und mich weiterentwickeln. Aber ja, natürlich gab es Herausforderungen, denn Ulla äußert ja auch manchmal schwierige, beinahe grenzüberschreitende Kommentare, vor allem aus heutiger Perspektive betrachtet. Ich habe sie immer ein bisschen als Spiegel der Gesellschaft gesehen. Für mich ist sie eine junge Frau, die größtenteils einfach geglaubt hat, was ihr gesagt wurde und einige Dinge vielleicht auch bewusst verdrängte. Zudem hat sie wahrscheinlich auch persönlich keine negativen Erfahrungen innerhalb des Systems gemacht.

Sie wird das Ebenbild von ganz vielen gewesen sein. Und das sieht man ja auch heutzutage, bei all den Kriegen in der Welt. Es gibt so viele Leute, die das alles einfach ausblenden, weil sie selber schwer damit umgehen können – schließlich hat man ja auch noch sein eigenes individuelles Leben. Ulla ist eben auch eine, die sagt, dass sie sich nicht um die Probleme der ganzen Welt kümmern kann. Und da war sie sicher keine Ausnahme – Hans und Sophie Scholl waren hingegen die Ausnahme! Deshalb halte ich die Kommentare von Ulla im Kontext des Stückes für sehr wichtig, um eben noch mal zum Ausdruck zu bringen, was für fortschrittliche Gedanken die Geschwister bereits hatten – und das alles in diesem System. Herausfordernd war für mich, die Balance zu schaffen, in der sie einerseits manchmal aneckt, aber trotzdem noch sympathisch bleiben soll. Denn auch wenn sie für Reibung sorgt, ist sie ja trotzdem auch eine Freundin der anderen.

Gibt es weitere Rollen, die du unbedingt irgendwann einmal spielen möchtest? Und was begeistert dich am Musical besonders?
Ich glaube, ich hätte richtig Lust, mal eine größere Rolle bei einer Uraufführung selber zu kreieren. Die Chance zu haben, etwas ganz Eigenes zu erschaffen – das würde mir wirklich gefallen, und tatsächlich werde ich das bei „1984“ schon ein bisschen haben. Spannend!

Als Kind und Jugendliche war tatsächlich mein Traum, einmal Sophie in „Mamma Mia!“ zu spielen. Mit ihr konnte ich mich immer super identifizieren. Aber auch Donna finde ich klasse – das dauert nur noch ein bisschen. (lacht) Ich liebe starke Frauenrollen und spiele auch gerne mal den bösen Part. (lacht)

Am meisten am Musical mag ich wirklich das Integrale. Das Spiel im Gesang, das Spiel im Tanz und wie alles miteinander verwoben ist. Alles wird hier zusammengeführt und das finde ich wahnsinnig toll. Und obwohl ich vom Gesang komme, habe ich keine direkte Lieblingsdisziplin. Es ist schön, dass alles dazu beiträgt, die Geschichte zu erzählen, die Emotionen deutlicher oder die Charaktere spannender werden. Das ist wirklich magisch, wenn alles zusammenkommt. (lacht) Auch konnte ich durch das Studium Seiten an mir entdecken, die ich vorher gar nicht kannte. So habe ich zum Beispiel total die Liebe zum Tanz entwickelt.

Lara Kareen (Foto: Katharina Karsunke)

Die Vielseitigkeit des Musicals und all die Möglichkeiten faszinieren mich sehr. Und vor allem liebe ich die ansteckende Energie auf der Bühne, die Begeisterung und das, was es in mir auslöst – wie ich mich fühle, wenn ich den Saal verlasse.

Ich glaube, rückblickend auf das, was ich bis jetzt gemacht habe – also „Scherbenkinder“, „Scholl“ und jetzt demnächst „1984“ –, finde ich es sehr wichtig und ermutige auch dazu, ebenfalls schwierige Themen oder Themen, die nicht so leicht daherkommen, zu behandeln. Denn man kann auch in diesen Stücken, die vielleicht schwer und hart sein mögen, lustige und leichte Momente finden – sowie Momente, die nachdrücklich im Gedächtnis bleiben. Es ist wichtig, dass auch solche Themen auf der Bühne thematisiert werden und dem Publikum etwas mitgeben – insbesondere in Zeiten wie diesen.

Du stehst jetzt ganz am Anfang deiner Bühnenkarriere. Wie würdest du die Studentin Lara Kareen beschreiben? Und wer inspiriert dich?
Ich glaube, ich bin ein sehr energetischer, aufgeweckter, optimistischer Mensch und bringe meistens auch gute Laune und gute Stimmung mit. Sowohl im Studium als auch privat. Zudem viel Begeisterung und Liebe für das Genre.

Wer mich inspiriert? Wow, große Frage! (lacht und überlegt) Ich glaube, es verändert sich immer ein bisschen und ich habe jetzt nicht „die“ eine Person. Pia Douwes war immer ein großes Vorbild für mich. Ich bewundere sie sehr, sowohl auf künstlerischer als auch auf persönlicher Ebene. Auch meine Kolleginnen und Kollegen jetzt während der Scholl-Zeit haben mich sehr inspiriert. Jeder hat hier etwas ganz Individuelles und Tolles mitgebracht, von dem ich etwas lernen und verinnerlichen konnte.

Wenn ich ehrlich bin, inspirieren mich aber auch mein Studium und die Menschen hier – jeden Tag aufs Neue. Gerade Melissa King, unsere Professorin für Tanz, beeindruckt mich besonders – es ist großartig, wie sie arbeitet und wie viel wir von ihr mitnehmen dürfen. Tatsächlich glaube ich, dass wir uns als Studierende gegenseitig sehr inspirieren und extrem viel voneinander lernen. Wir hören uns unglaublich oft gegenseitig zu. Wir hospitieren beieinander. Wir sind füreinander da und helfen uns gegenseitig. Denn man erfährt so viel durchs Zuschauen und miteinander Probieren. Dazu ist jeder superindividuell und bringt die verschiedensten Facetten mit sich. Wir kennen uns mittlerweile gefühlt einfach in- und auswendig. Deswegen möchte ich meine Kommilitonen auch unbedingt nennen. Sie sind definitiv mehr als nur Kommilitonen – wir sind wie eine kleine Familie.

Interview: Katharina Karsunke

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Katharina Karsunke ist Sozial- und Theaterpädagogin, hat jahrelang Theater gespielt, aber auch Kindertheaterstücke geschrieben und inszeniert. Ihre Liebe fürs Theater und ihre Leidenschaft fürs Schreiben kombiniert sie bei kulturfeder.de als Autorin.