„Welcome back“ (Foto: Dominik Lapp)
  by

Orchesterkonzert in Corona-Zeiten: „Welcome back“ in Osnabrück

Nach dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause meldet sich das Osnabrücker Symphonieorchester noch einmal vor der Spielzeitpause zurück. Die Rückkehr ins Theater am Domhof erfolgt dabei unter dem Motto „Welcome back“ mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm durch mehrere Epochen. Die Zuschauerzahl wurde aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln auf rund 150 Personen beschränkt, die sich nach dem Betreten des Theaters die Hände desinfizieren und während des 90-minütigen Konzerts einen Mund-Nase-Schutz tragen müssen.

Die große Freude über die Rückkehr auf die Konzertbühne zeigt das Orchester passenderweise mit „La Réjouissance“ aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Selbst in der kleinen Orchesterbesetzung reißt dieses Werk mit, worin besonders die Blechbläser mit ihrer Virtuosität begeistern. Darauf folgt mit dem ersten Satz aus „Eine kleine Nachtmusik“ eine der populärsten Kompositionen Mozarts sowie dessen genauso heitere wie fein gearbeitete Sinfonie Nr. 29 A-Dur. Im Allegro moderato beeindrucken besonders die tiefen Streicher, im Andante dominieren dagegen eher die gedämpften Violinen das Klangbild und im Allegro con spirito besticht das Orchester mit virtuosen Läufen und Verzierungen.

Weiter geht es im Programm mit dem „Adagio for Strings“ von Samuel Barber, bei dem sich das Orchester manchmal tränenselig bewegt und dann doch wieder mutig hinwegschreitet. Bei der „Fantasia on Greensleeves“ von Ralph Vaughan-Williams lässt Generalmusikdirektor Andreas Hotz die Streicher in Romantik schwelgen, jazzig wird es anschließend mit dem „Maple Leaf Rag“, dem „Ragtime Dance“ und „The Entertainer“ von Scott Joplin, bevor der Konzertabend mit einer Suite aus „Star Wars“ von John Williams schließt. Ein furioser Start der Suite gelingt mit dem Hauptthema des Weltraummärchens, auf das zunächst „Lukes Theme“ und dann der „Imperial March“ folgen, bei dem Andreas Hotz seine Musiker auf Hochtouren bringt. Mit dem „Throne Room“ zündet das Osnabrücker Symphonieorchester schließlich das furiose Finale eines äußerst kurzweiligen Konzerts.

Text: Dominik Lapp

In eigener Sache | Das Onlinemagazin kulturfeder.de ist werbefinanziert. Durch die Corona-Krise sind uns sämtliche Werbeerlöse ersatzlos weggebrochen. Wir freuen uns deshalb über jede finanzielle Unterstützung unter www.paypal.me/kulturfeder, weitere Infos gibt’s unter www.kulturfeder.de/abo.

Dominik Lapp

Dominik Lapp ist der Gründer von kulturfeder.de. Als Kultur- und Lokaljournalist schreibt er außerdem für die Neue Osnabrücker Zeitung und andere Medien. Er führte Regie bei den Pop-Oratorien "Die 10 Gebote" und "Luther" sowie bei einer Workshop-Produktion des Musicals "Schimmelreiter". Darüber hinaus schuf er die Musical-Talk-Konzertreihe "Auf ein Wort" und das Streaming-Konzert "In Love with Musical".

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Es gelten unsere Bedingungen zum Datenschutz sowie zur Nutzung / AGB. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen