Janina Steinbach (Foto: Dominik Lapp)
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Interview mit Janina Steinbach: „Ich musste für Produktionen eigene Kleidung mitbringen, weil im Kostümfundus angeblich nichts in meiner Größe vorhanden war“

Janina Steinbach steht in diesem Sommer erstmals bei den Bad Hersfelder Festspielen auf der Bühne. Im Musical „Something Rotten!“ gehört die Absolventin des Instituts für Musik (IfM) der Hochschule Osnabrück zum Ensemble. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg zum Musical, ihrer zweiten Leidenschaft als Orchestermusikerin – und warum sie sich öffentlich gegen Bodyshaming in der Theaterbranche engagiert.

Wann war für dich klar, dass Musical nicht nur ein Traum ist, sondern dein Beruf werden soll?
Eigentlich schon 2013. Damals habe ich in der Musical-AG meiner Schule zum ersten Mal auf der Bühne gestanden in „Linie 1“. Ich durfte direkt die Maria spielen und erinnere mich noch genau daran, wie ich während der Proben plötzlich dachte: „Wow, das fühlt sich richtig an.“ Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass mir Menschen vermitteln: „Du kannst etwas.“ Diese Akzeptanz und diese gemeinsame Arbeit haben mich unglaublich berührt. Trotzdem habe ich mich nach dem Abitur zunächst nicht getraut, den direkten Weg einzuschlagen. Ich hatte große Angst vor den Aufnahmeprüfungen und vor einem möglichen Nein. Wenn man einen so großen Traum hat, ist die Angst vor einer Absage eben riesig. Deshalb habe ich erst einmal Jura in Mainz studiert. Irgendwann sagte meine Gesangslehrerin zu mir: „Jetzt bist du 23, jetzt mach endlich eine Aufnahmeprüfung.“ Also habe ich mich beworben. Gleich in Osnabrück hat es geklappt, und damit war für mich klar, dass das genau der Weg ist, den ich gehen möchte.

Into the Woods Hamburg

Während deines Studiums hast du bereits in Produktionen außerhalb der Hochschule gespielt, unter anderem in Kassel. Wie kam es dazu?
Das hat sich Schritt für Schritt ergeben. „La Cage aux Folles“ war eine Kooperation zwischen Staatstheater Kassel und IfM. Den musikalischen Leiter Peter Schedding kannten wir bereits aus einem Workshop an der Hochschule. Er hatte damals mit uns intensiv an Gesangsinterpretation gearbeitet und später vorgeschlagen, gemeinsam mit einigen Studierenden ein Stück zu erarbeiten. Nach einer Audition durften schließlich drei von uns mitwirken. „Peter Pan“ ergab sich dann eher spontan. Das war ursprünglich eine Kooperation des Jahrgangs über mir. Eine Darstellerin musste kurzfristig absagen, da durfte ich einspringen. Bei „School of Rock“ war es wiederum die Regieassistentin von „La Cage aux Folles“, die inzwischen selbst Regie führte. Sie fragte mich, ob ich für die Rolle der Patty vorsprechen wolle – und am Ende durfte ich sie tatsächlich spielen.

„Into the Woods“ in Osnabrück (Foto: Dominik Lapp)

Diese Produktion wurde erst im Staatstheater selbst und dann noch einmal in einer ungewöhnlichen Spielstätte gezeigt.
Ja, wir haben im Interim gespielt, weil das Große Haus saniert wird. Das passte hervorragend zu „School of Rock“, weil die Halle wie eine große Konzerthalle wirkte. Für das Finale, den „Battle of the Bands“, stand sogar Publikum auf der Bühne. Es hatte fast den Charakter einer Open Stage – das war eine unglaublich besondere Atmosphäre.

Nun stehst du bei den Bad Hersfelder Festspielen erstmals in einer großen Open-Air-Produktion auf der Bühne. Erinnerst du dich noch an den Moment, als die Zusage für „Something Rotten!“ kam?
Sehr genau sogar. Ich war gerade mit einem Orchesterprojekt unterwegs. Nach der Generalprobe saßen wir im Bus zurück zum Hotel, als auf meinem Handy plötzlich eine Nummer aus Bad Hersfeld erschien. Im ersten Moment dachte ich tatsächlich, jetzt kommt irgendein Problem. Vielleicht fehlt noch etwas oder sie wollen mir absagen. Dann ging ich ans Telefon und hörte, dass ich engagiert bin.

Wie hast du reagiert?
Ich habe sofort angefangen zu weinen. Ich habe mich einfach unfassbar gefreut. Kurz zuvor war der Bundeswettbewerb Gesang vorbei, währenddessen ich ziemlich krank war. Dieser Anruf kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Besonders schön war auch, dass sich meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Orchester sofort riesig mit mir gefreut haben. Einige von ihnen sitzen inzwischen sogar hier in Bad Hersfeld im Orchestergraben.

Janina Steinbach (Foto: Dominik Lapp)

Was begeistert dich an „Something Rotten!“?
Mich begeistert vor allem, wie unglaublich viele Musicalklassiker in diesem Stück zitiert werden – sowohl szenisch als auch musikalisch. Gerade weil ich auch Orchestermusikerin bin, macht mir das besonders viel Spaß. Dazu kommt die stilistische Vielfalt. Tänzerisch ist wirklich alles dabei: Kickline, Stepptanz, Fosse-Elemente. Ständig wechseln die Genres. Das macht die Produktion unglaublich abwechslungsreich. Außerdem liebe ich Geschichte. Die Renaissance als Epoche interessiert mich schon lange, deshalb finde ich es spannend, diese Zeit auch auf der Bühne zu erleben. Und natürlich ist da noch die einzigartige Atmosphäre der Stiftsruine und das gesamte Kreativteam. Da kommen einfach viele wunderbare Komponenten zusammen.

Was unterscheidet die Arbeit auf einer großen Freilichtbühne von dem, was du während deines Studiums kennen gelernt hast?
Zunächst einmal merkt man, dass hier viele Kolleginnen und Kollegen bereits jahrelange Berufserfahrung haben. Dadurch entsteht eine große Gelassenheit. Ich habe von vielen kleine, aber sehr wertvolle Tipps bekommen. Etwa, dass man sich in den ersten Proben nicht verrückt machen soll, weil vieles erst in der Endprobenphase zusammenkommt. Das hat mir sehr geholfen. Außerdem empfinde ich das Miteinander als sehr angenehm. Natürlich war auch die Ausbildung kein Konkurrenzkampf, aber hier hat niemand mehr das Gefühl, sich beweisen zu müssen. Alle haben ihre Audition bestanden, alle haben den Job – und jetzt geht es darum, gemeinsam die bestmögliche Vorstellung auf die Bühne zu bringen. Ein weiterer Unterschied ist natürlich die Größe der Spielstätte. In Osnabrück war das Publikum viel näher dran. Hier sitzen über tausend Menschen. Da muss die Stimme ganz anders tragen, und auch das Spiel muss größer angelegt sein, damit selbst die letzte Reihe noch alles mitbekommt.

Du hast eben schon das Orchester erwähnt. Du spielst Bratsche und Geige. Helfen dir diese Fähigkeiten auch auf der Musicalbühne?
Absolut. Vor allem beim mehrstimmigen Gesang. Ich denke Harmonien oft sehr musiktheoretisch. Ich weiß dann beispielsweise, ob ich gerade die Quinte oder die Sexte eines Akkords singe. Dadurch kann ich mir Stimmen oft leichter merken. Außerdem hilft mir das Vom-Blatt-Singen sehr. Durch das Stimmen der Geige oder Bratsche habe ich das A quasi immer im Ohr. Das macht vieles einfacher. Und ich kann Partituren lesen. Während meiner Ausbildung habe ich auch dirigiert. Deshalb erkenne ich oft sofort, mit welchem Instrument ich gerade gemeinsam singe oder welches Instrument meinen Einsatz vorbereitet. Das ist im Musicalalltag tatsächlich ein großer Vorteil.

Janina Steinbach in „Something Rotten!“ (Foto: Dominik Lapp)

Wäre eine Laufbahn als Orchestermusikerin auch infrage gekommen?
Eigentlich bin ich das ja auch, denn ich verdiene mit beidem mein Geld. Ich bezeichne mich deshalb einfach als Musikerin und spiele regelmäßig Orchesterprojekte mit Berufsorchestern. Zuletzt war ich mit der Neuen Philharmonie Frankfurt unterwegs. Mit ihr durfte ich auch in der Elbphilharmonie auftreten – gemeinsam mit Robbie Williams. Das war natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. Deshalb würde ich gar nicht sagen, dass ich mich für das eine und gegen das andere entschieden habe. Im Moment darf ich beides machen, und genau das erfüllt mich sehr.

Wie hat sich dein Liebe zur Orchestermusik entwickelt?
Ich habe bereits mit fünf Jahren angefangen, Geige zu spielen. Relativ schnell hat meine damalige Lehrerin gemerkt, dass ich eher ein Ensemblemensch als eine Solistin bin. Deshalb kam ich früh ins Orchester. Bratsche spiele ich erst seit 2017. Das begann mit einer verlorenen Wette. Anschließend habe ich beim Landesjugendorchester Saar vorgespielt und wurde direkt aufgenommen. Während der Corona-Zeit habe ich gemerkt, wie sehr mir das Orchesterspiel fehlt, wenn ich es nicht machen kann. Also habe ich viele Orchester angeschrieben, zunächst als Aushilfe mitgespielt und mir nach und nach ein Netzwerk aufgebaut. Irgendwann ist man in diesem Pool angekommen. Dann bekommt man Anrufe: „Janina, hast du Zeit für dieses Konzert?“ Und plötzlich spielt man nicht nur einmal in der Elbphilharmonie, sondern gleich mehrfach. Das ist schon ein schönes Gefühl.

Zwischen Orchestergraben und Musicalbühne fotografierst du auch. Wie kam dieses dritte Standbein dazu?
Das entstand während der Corona-Zeit. Ich habe schon immer gerne fotografiert. Ich bin ein echtes Pferdemädchen und fand es schon als Kind wunderschön, mit meinen Tieren bei Sonnenuntergang unterwegs zu sein und diese Lichtstimmungen festzuhalten. Zu meinem Geburtstag hat mein Vater mir schließlich eine Kamera mitfinanziert. Damit habe ich zunächst einfach ausprobiert und geübt. Irgendwann fragten Freunde, ob ich Porträts für ihre Webseiten machen könnte oder Konzertfotos aufnehmen würde. Daraus entwickelte sich immer mehr. Später kamen Anfragen, komplette Konzerte oder Produktionen zu fotografieren. Auch für das Junge Staatsmusical Wiesbaden habe ich häufig Proben und Aufführungen fotografiert. So ist aus einem Hobby nach und nach eine weitere berufliche Tätigkeit geworden.

Janina Steinbach in „Something Rotten!“ (Foto: Dominik Lapp)

Woher stammt die Verbindung zum Jungen Staatsmusical Wiesbaden?
Ich habe dort 2019 bei einem Casting von Iris Limbarth mitgemacht und anschließend in mehreren Produktionen gespielt.

Die Musicalwelt ist wirklich klein.
Ja, absolut. (lacht) Jeder kennt irgendwann jeden. Man begegnet sich ständig wieder – bei Auditions, Produktionen oder Konzerten. Das ist schon eine besondere Branche.

Es ist aber auch eine Branche, in der es leider immer wieder um Körperbilder geht. Du hast öffentlich über Anfeindungen aufgrund deines Körpers gesprochen und auf Social Media entsprechende Kommentare veröffentlicht, die du vornehmlich von Männern bekommen hast. Warum war dir das wichtig?
Vor allem wegen der kleinen Janina. Ich hätte mir als Kind und Jugendliche gewünscht, dass jemand offen darüber spricht. Denn eigentlich kennt fast jeder Mensch Kommentare über seinen Körper, ganz unabhängig vom Geschlecht. Gerade Frauen stehen allerdings oft zusätzlich unter dem Druck, bestimmten Schönheitsidealen entsprechen zu müssen. Irgendwann habe ich gemerkt: Vielleicht kann ich heute genau die Person sein, die ich damals selbst gebraucht hätte. Deshalb habe ich beschlossen, den Mut aufzubringen und öffentlich darüber zu sprechen. Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Für mich ist Diskriminierung grundsätzlich falsch – egal ob wegen des Körpers, der Hautfarbe, des Glaubens, der Herkunft oder der sexuellen Orientierung. Deshalb wollte ich dieses Thema sichtbar machen.

Gab es einen konkreten Auslöser?
Ja. Damals erschien eine Zeitungskritik, in der sinngemäß stand, eine Kollegin könne zwar kein Topmodel werden, aber auf der Bühne sei das, was sie mache, in Ordnung. Das traf mich sehr. Gleichzeitig gewann in genau diesem Jahr erstmals ein Plus-Size-Model bei „Germany’s Next Topmodel“. Da dachte ich mir: Ein bisschen mehr Sensibilität dürfte man sich in einer Theaterkritik doch wünschen. Hinzu kam, dass ich immer wieder erlebt habe, wie Kolleginnen und Kollegen ähnliche Situationen einfach hinnehmen. Wenn in einer Kostümanprobe verletzende Bemerkungen fallen, wird oft nur gelächelt und weitergemacht. Mir reicht das inzwischen. Ich finde, jeder Mensch sollte nach seinem Können beurteilt werde, nicht nach seinem Aussehen. Schließlich weiß niemand, warum jemand einen bestimmten Körper hat.

Janina Steinbach (Foto: Dominik Lapp)

Fallen im Theateralltag verletzende Bemerkungen?
Ja, leider. Mir wurde beispielsweise in einer Kostümanprobe einmal gesagt: „Weihnachten ist doch schon zwei Monate vorbei.“ Oder ich musste für Produktionen eigene Kleidung mitbringen, weil im Kostümfundus angeblich nichts in meiner Größe vorhanden war. Solche Situationen bleiben hängen. Dabei wünsche ich mir einfach mehr Vielfalt auf der Bühne. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit meiner Mutter „Wicked“ in London gesehen habe. Im Ensemble stand eine Plus-Size-Darstellerin. Ich habe sie die ganze Vorstellung über beobachtet und gedacht: „Sie steht dort oben. Also darf ich das vielleicht auch irgendwann.“ Genau dieses Gefühl möchte ich heute vielleicht anderen Kindern vermitteln. Tatsächlich schreiben mir inzwischen junge Menschen auf Instagram, dass sie sich wegen meiner Beiträge erstmals trauen, eine Aufnahmeprüfung für Musical zu machen. Solche Nachrichten bedeuten mir unglaublich viel. Dann weiß ich, warum ich darüber spreche.

Fiese Bemerkungen prägen Menschen. Welche Auswirkungen haben diese Bemerkungen auf dich als Künstlerin?
Sie machen etwas mit einem. Wenn man immer wieder Kommentare über den eigenen Körper hört, steht man irgendwann im Tanzsaal vor dem Spiegel und schaut automatisch kritischer auf sich selbst. Dabei bin ich nicht weniger beweglich als viele schlankere Kolleginnen. Ich kann in der Kickline genauso hoch kicken, ich kann einen Spagat. Trotzdem habe ich als Curvy-Person oft das Gefühl, ich müsse besonders viel leisten, um überhaupt das Recht zu haben, auf dieser Bühne zu stehen. Man denkt ständig: Ich muss besser sein als die anderen. Ich muss noch mehr beweisen. Gerade das versuche ich inzwischen abzulegen. Ich sage mir heute bewusst: Du hast die Audition bestanden. Du wurdest gecastet. Du darfst hier sein. Du musst deine Existenz nicht ständig rechtfertigen.

Erlebst du auch, dass das Publikum überrascht reagiert, wenn du tänzerisch ablieferst?
Ja, durchaus. Nach „Into the Woods“ sagte einmal jemand zu mir: „Ich hätte gar nicht gedacht, dass jemand wie Sie so etwas kann.“ Nach einer Musicalgala bekam ich den Satz zu hören: „Dass Sie mit Ihrer Figur so tanzen können, hätte ich nicht erwartet.“ Solche Aussagen zeigen vor allem, wie tief diese Vorurteile sitzen. Viele Menschen wissen gar nicht, wie intensiv eine Musicalausbildung ist. Wir tanzen während des Studiums täglich mehrere Stunden. In Bad Hersfeld sind es während der Proben oft sieben oder acht Stunden am Tag. Das ist Hochleistungssport. Wir hüpfen nicht nur ein bisschen über die Bühne.

Janina Steinbach in „Something Rotten!“ (Foto: Dominik Lapp)

Glaubst du, dass sich die Musical- und Theaterbranche beim Thema Körperbilder verändert?
Ich sehe durchaus Fortschritte. Gleichzeitig habe ich manchmal das Gefühl, dass manche Regieteams glauben, sie müssten bestimmte Erwartungen des Publikums erfüllen, ohne wirklich zu wissen, welche Erwartungen das Publikum hat. Ich glaube nämlich, dass viele Zuschauerinnen und Zuschauer sich längst mehr Vielfalt auf der Bühne wünschen würden. Menschen möchten Menschen sehen – mit unterschiedlichen Körpern, Hautfarben und Lebensrealitäten. Ein großes Thema ist sicherlich auch der Generationenwechsel. Bei manchen älteren Regieteams existieren bestimmte Rollenbilder noch sehr stark: Die Disney-Prinzessin muss möglichst schlank sein, die Curvy-Person ist automatisch die lustige Nebenfigur. Menschen mit Migrationsgeschichte werden ebenfalls oft in bestimmte Schubladen gesteckt. Zum Glück verändert sich das langsam. Produktionen wie „Hamilton“ oder „Hercules“ zeigen, dass Hauptrollen heute vielfältiger besetzt werden können.

Wurdest du auch schon in eine Schublade gesteckt?
Ja. Ein Regisseur sagte einmal zu mir, ohne mich überhaupt singen oder spielen gesehen zu haben: „Für dich sehe ich Rollen wie Rebecca in ‚Tanz der Vampire‘ oder Mrs. van Hopper in ‚Rebecca‘.“ Ich muss gar nicht unbedingt die Sarah oder Elphaba spielen. Darum geht es gar nicht. Aber allein die Tatsache, dass mir jemand von außen signalisiert, ich dürfe von bestimmten Rollen gar nicht erst träumen, finde ich traurig. Diese Begrenzung entsteht ausschließlich durch Bilder im Kopf. Ich wünsche mir, dass wir irgendwann an einem Punkt sind, an dem diese Schubladen aufgebrochen werden.

Wenn die kleine Janina Steinbach als Kind heute bei den Bad Hersfelder Festspielen im Publikum sitzen und dich bei „Something Rotten!“ auf der Bühne sehen würde: Was würde sie wohl denken?
Ich glaube, sie wäre erst einmal völlig ungläubig. Sie würde wahrscheinlich auf die Bühne schauen und sich fragen: „Was? Das soll ich sein? Niemals.“ Und dann würde sie sich einfach riesig freuen.

Interview: Dominik Lapp

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Dominik Lapp ist ausgebildeter Journalist und schreibt nicht nur für kulturfeder.de, sondern auch für andere Medien wie Lokalzeitungen und Magazine. Er führte Regie bei den Pop-Oratorien "Die 10 Gebote" und "Luther" sowie bei einer Workshop-Produktion des Musicals "Schimmelreiter". Darüber hinaus schuf er die Musical-Talk-Konzertreihe "Auf ein Wort" und Streaming-Konzerte wie "In Love with Musical", "Musical meets Christmas" und "Musical Songbook".