„Abbamania“ (Foto: Dominik Lapp)
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Großartiges Konzert: „Abbamania“ auf Tour

Abba hat weltweit mehr als 380 Millionen Platten verkauft und gilt damit als eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Dass die Begeisterung für die Musik der vier schwedischen Musiker ungebrochen ist, bewiesen zuletzt die erfolgreichen Kinofilme „Mamma Mia!“ und „Mamma Mia! Here we go again“. Aber auch das Musical „Mamma Mia!“ erfreut sich seit 20 Jahren weltweiter Beliebtheit, und selbst Weltstar Cher veröffentlichte im September 2018 ein Album mit dem Titel „Dancing Queen“, auf dem sie zahlreiche Abba-Hits neu interpretiert. Kein Wunder also, dass das Konzertformat „Abbamania“ seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich durch die Welt tourt und bisher mehr als eine Million Besucher zählt.

Auch aktuell schickt Veranstalter Semmel Concerts „Abbamania“ wieder auf Tour und beweist eindrucksvoll, warum die Show die weltweit größte Abba-Tribute-Show ist. Da wären allen voran natürlich die vier Sänger, die als Abba-Reinkarnationen auf der Bühne stehen. Ulrika Gustafson als Agnetha, Maria Höglund als Anni-Frid, Andreas Novak als Björn und Jonas Gideon als Benny sind den Originalmusikern nicht nur wie aus dem Gesicht geschnitten, sie haben sich auch Mimik und Gestik angeeignet und singen absolut fantastisch.

Katja Nord und Camilla Dahlin verabschiedeten sich erst kürzlich als Hauptdarstellerinnen von „Abbamania“ und zeichnen seitdem für die künstlerische Leitung der Konzertshow verantwortlich. Insbesondere mit Ulrika Gustafson und Maria Höglund haben sie exzellente Sängerinnen als ihre Nachfolgerinnen gefunden, die den anspruchsvollen und nicht einfach zu singenden Abba-Songs vollends gerecht werden. In ihren Darstellungen und den Stimmen ähneln sie den Originalen so sehr, dass man ganz schnell vergisst, dass es sich hier lediglich um eine Abba-Tribute-Show handelt.

Doch auch Jonas Gideon wirkt am Klavier wie der echte Benny, während Andreas Novak auf der Gitarre ziemlich nah an Björn herankommt. Wie die vier Musiker auf der Bühne agieren und harmonieren, ist geradezu fantastisch – und das sowohl in den schnellen Nummern wie „Waterloo“, „Mamma Mia“, oder „Voulez Vous“ als auch in einem berührenden Akustik-Medley. Nach der Pause holen sie das Publikum mit Songs wie „Gimme! Gimme! Gimme!“, „Summer Night City“, „Dancing Queen“ oder „Does your Mother know“ sofort von den Sitzen und feiern mit mehreren Tausend Konzertbesuchern eine riesige Party.

„Abbamania“ (Foto: Dominik Lapp)

Musikalisch hervorragend unterstützt werden sie dabei von der Band Waterloo und dem London Symphonic Rock Orchestra unter der versierten Leitung von Hauke Wendt, der nicht nur als Dirigent, sondern auch als eine Art Moderator sympathisch durch den Abend führt. So zünden mehr als 30 Musiker, die zum Teil sogar mit ihren Instrumenten choreografisch in die Bühnenshow eingebunden sind, ein großes musikalisches Feuerwerk und verwandeln die Konzerthalle in einen Hexenkessel. Durch drei große LED-Wände, ein ausgeklügeltes Lichtdesign und Bühnennebel entstehen immer wieder neue Bilder, die „Abbamania“ zu einem runden Gesamterlebnis machen, das durch zwei Gaststars zusätzlich aufgewertet wird.

So wurden mit dem 78-jährigen Ulf Andersson und dem 73-jährigen Janne Schaffer zwei Originalmusiker von Abba verpflichtet. Andersson ging 1977 mit Abba auf Welttournee, ist auf unzähligen Abba-Alben mit Saxofon, Flöte oder Klarinette zu hören und darf bei „Abbamania“ sein wohl markantestes Saxofon-Solo im Song „I do! I do! I do! I do! I do!“ spielen, wofür er vom Publikum völlig zu Recht gefeiert wird. Janne Schaffer hingegen war Abba-Gitarrist in den 1970er Jahren, gilt als enger Vertrauter der schwedischen Pop-Legenden und spielte Gitarre bei der Hälfte aller Abba-Songs. Bei „Abbamania“ spielt er ein grandioses Medley und etliche fantastische Gitarrensoli.

Dass zwei ehemalige Abba-Musiker bei diesem Konzertformat dabei sind, adelt die Show nicht nur, sondern spricht auch für die hohe Qualität, die auf der Bühne geboten wird. In zweieinhalb Stunden tauchen die Konzertbesucher in die Jahre 1972 bis 1982 ein und erleben ein erstklassiges Konzert. „Abbamina“ verspricht mit Glitzer, Plateauschuhen und zeitlosen Songs eine begeisternde und detailverliebte Konzertshow, bei der noch einmal deutlich wird, dass die Musik von Abba ganze Generationen verbindet. Dieses Konzertformat muss man live erleben!

Text: Dominik Lapp

Dominik Lapp ist der Gründer von kulturfeder. Als Kultur- und Lokaljournalist schreibt er außerdem unter anderem für die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt. Er führte Regie bei den Pop-Oratorien "Die 10 Gebote" und "Luther" sowie bei einer Workshop-Produktion des Musicals "Der Schimmelreiter". Darüber hinaus schuf er die Musical-Talk-Konzertreihe "Auf ein Wort".

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