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Die berühmtesten Musical-Hits aller Zeiten

Ein Musical ist voll von ausdrucksstarken Liedern, die den emotionalen Inhalt der Handlung untermauern und manchmal so richtig auf den Punkt bringen. Dabei bleiben manche Songs länger im Gedächtnis als andere. Einige werden sogar zu beliebten Evergreens, die von vielen Generationen immer wieder gespielt und neu interpretiert werden. Hier eine kleine Zusammenfassung der fünf beliebtesten Musical-Hits aller Zeiten.

Don’t Cry for me Argentina (Evita 1979)
Der Song gehört zu den größten Hits von Andrew Lloyd Webbers, der übrigens auch für das Meisterwek „Memory“ aus „Cats“, dem Musical, verantwortlich ist. Das Lied „Don’t Cry for me Argentina”, das für das Muscial Evita im Jahr 1979 komponiert wurde, ist weniger eine musikalische Nummer als ein großes Gefühl: Webber gelingt es, die unvergesslichen Bilder, die sich auf der Bühne abspielen, in Wort und Melodie zu übertragen. Schon bei den ersten Klängen erscheint Patti LuPone vorm inneren Auge der Zuhörer, die in ihrer schönen und strengen Art und in der riesigen Hochzeitstorte eines Kleides über den Balkon der Casa Rosada schwebt.

Memory (Cats 1981)
Der Klassiker „Memory“ von Andrew Lloyd Webber aus „Cats“ wird noch heute von Stars und Sternchen immer wieder neu aufgenommen. Das Lied stammt von Multitalent Trevor Nunn, der sich von T.S. Eliots Gedicht „Rhapsody on a Windy Night” inspirieren ließ. Gesungen wird der Musical-Hit von der Figur Grizabella, eine Katze, die sich im Wirbelwind des Lebens selbst verloren hat. Das Lied ist ein nostalgischer Rückblick auf ihre Vergangenheit und handelt vom dringenden Wunsch, ein neues Leben zu beginnen. Das herzzerreißende Stück wird im Musical sogar mehr als nur einmal gesungen: Gegen Ende des Stückes markiert der Hit den Höhepunkt der Handlung und schließt so den musikalischen Kreis.

Luck Be a Lady (Guys and Dolls 1950)
Sowohl Frank Sinatra als auch Marlon Brando sangen das Lied „Luck Be a Lady“ im Broadway und Film-Musical „Guys and Dolls“, das auch schon in Deutschland aufgeführt wurde. Der von Frank Loesser im Jahr 1950 geschriebene Text beschreibt die Sichtweise der Hauptfigur Sky Masterson, der darauf hofft, eine Wette zu gewinnen, um mit dem Mädchen seiner Träume zusammen sein zu können. Das Lied wurde in Sendungen wie den Simpsons und Dr. Who parodiert und des Öfteren in Filmen mit Casino-Thematik verwendet. Frank Sinatras Version wird sogar im Familienfilm „Mrs. Doubtfire“ verwendet, als Robin Williams’ Charakter Daniel Hillard in eine Frau verwandelt wird.

Das Phantom der Oper (Phantom der Oper 1986)
Der Stück „Das Phantom Oper” aus dem gleichnamigen Bühnenmusical wurde ebenfalls von Musiktalent Andrew Lloyd Webber komponiert. Der Song wurde ursprünglich von Sarah Brightman und Steve Harley aufgenommen und stürmte im Jahr 1986 – bereits vor der ersten Aufführung des Musicals — die britischen Charts. Im Musical wird das Lied im ersten Akt nach dem Song “Engel der Lieder” und kurz vor “Musik der Dunkelheit” aufgeführt. Während des Liedes wird Hauptfigur Christine vom Phantom mit dem Boot zu seinem Versteck unter der Oper Garnier begleitet. Am Broadway gilt „Das Phantom der Oper“ als eines der anspruchsvollsten Musical-Stücke, die jemals komponiert wurden.

I Am What I Am (Ein Käfig voller Narren 1983)
„I Am What I Am“ ist der bekannteste und meist gespielte Evergreen-Hit aus Jerry Hermans Musical „Ein Käfig voller Narren“. Uraufgeführt am Broadway im 1983, wird das Stück am Ende des ersten Aktes vom Hauptdarsteller gesungen. In dieses Jahr erschien auch eine Disco-Version von Sängerin Gloria Gaynor, die noch bis heute auch auf deutschen Radiosendern rauf und runter gespielt wird. Der Text handelt vom Weg der Selbstfindung und endlich errungener Selbstakzeptanz. Da es den letzten Schritt des Coming-out-Prozesses im Leben eines Menschen beschreibt, wird es bis heute auf vielen Pride-Paraden auf der ganzen Welt ganz besonders von Drag-Queens interpretiert.

Die einmalige Kombination von Theater und Musik ermöglicht es Darstellern und Interpreten, Emotionen auf das Publikum zu übertragen, wie durch kein anderes Medium. Viele der Stücke existieren dabei nicht nur im Englischen, sondern haben ebenso gute deutsche Versionen, die in der Vergangenheit von großen Stimmen interpretiert wurden.

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